Unter der Rubrik „FAQ“ haben wir versucht wichtige Fragen zu den Themen zusammenzutragen. Gern sind wir bereit weitere Fragen aufzunehmen, nutzen Sie hierfür unsere Kontaktseite .

eLearning

  • Was ist eLearning?
    Unter eLearning (electronic learning) wird computergestütztes bzw. elektronisch gestütztes Lernen verstanden. Wissensinhalte werden multimedial aufbereitet und per Internet, Intranet oder CD-ROM dem Nutzer zur Verfügung gestellt. Internet und Intranet bieten darüber hinaus verschiedene Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation wie beispielsweise E-Mail, Chat und Diskussionsforum.

  • Welche Vor- und Nachteile hat eLearning?
    Ein Vorteil von eLearning ist, dass der Lerner zu Hause, am Arbeitsplatz oder auch im Internetcafé etc. lernen kann. Er ist also unabhängig bezüglich Ort und Zeit. Der Lerner kann selbst bestimmen, wie schnell er lernt und meist können auch Kosten gespart werden.

    Voraussetzung ist allerdings, dass über entsprechendes technisches Equipment (PC, Drucker, ISDN-Anschluss usw.) verfügt werden kann. Außerdem sind bei dieser Form des Lernens ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Selbstlernkompetenz Voraussetzung für den Lernerfolg. Bedacht werden muss auch, dass nur beschränkte Kommunikationsmöglichkeiten (Mail, Chat, Telefon, Diskussionsforum) mit den Dozenten und Mitlernern zur Verfügung stehen, so dass Fragen und Probleme nicht immer sofort gelöst werden können.

  • Was versteht man unter Blended Learning?
    Beim Blended Learning wird eLearning mit Präsenzveranstaltungen kombiniert. Mit dem Begriff Blended Learning werden also Lehr- und Lernkonzepte bezeichnet, die eine didaktisch sinnvolle Verknüpfung von 'traditionellem Klassenzimmerlernen' und computergestütztem Lernen auf der Basis neuer Informations- und Kommunikationstechnologien beinhalten. Auf diese Weise wird versucht, die Vorteile beider Lernformen miteinander zu verbinden und die Nachteile zu kompensieren.

  • Was ist ein Teletutor oder Telecoach?
    Ein Teletutor oder Telecoach betreut die Teilnehmer von eLearning-Maßnahmen. Er steht in engem Kontakt mit den einzelnen Lehrgangsteilnehmern und bietet pädagogische, fachliche und technische Unterstützung an.

  • Was ist eine Lernplattform?
    Eine Lernplattform – auch Learning Management Systems (LMS) genannt - ist eine Software für die Organisation und Betreuung internetgestützten Lernens. Bildungsanbieter nutzen diese Software, um Lerner, Tutoren, Termine etc. und Lerneinheiten zu verwalten. In der Regel gehören zu einer Lernplattform auch interaktive Dienste wie Chat, Diskussionsforen oder Videokonferenzsysteme. Integrierte bzw. an die Plattform angepasste Autorenwerkzeuge ermöglichen das Erstellen von Lerneinheiten, Aufgaben und Übungen.

    Die zbb z.B. nutzt die Lernplattform ILIAS, die als Open Source Software unter der General Public Licence (GPL) zur Verfügung steht. Unter http://elearning.zbb.de/ besteht die Möglichkeit die Lernplattform und zbb-Lerneinheiten kennen zu lernen.

  • Was ist ein virtuelles Klassenzimmer?
    In einem virtuellen Klassenzimmer (virtual classroom) lernen die Teilnehmer, die miteinander durch das Internet verbunden sind, gemeinsam und zur gleichen Zeit.

    Komfortable Lernplattformen erlauben eine Sicht-, Hör- und Sprechverbindung mittels Webcam und Internettelefonie. Der Tutor moderiert den Unterricht und es können gemeinsam Dokumente bearbeitet, Videos eingeblendet und Lehrgespräche geführt werden.

  • Welche Voraussetzungen brauche ich für eLearning?
    Eine Voraussetzung für eLearning ist, dass über entsprechendes technisches Equipment verfügt wird. Der Umfang ist abhängig von dem Medium, das genutzt werden soll. In der Regel wird ein PC mit Standardsoftware, ein Drucker und ein Internetanschluss (möglichst ISDN oder DSL) gebraucht, manchmal eine Webcam und ein Headset.

    Wichtig ist aber auch, dass mit der Technik und gängigen Softwareprodukten umgegangen werden kann. So sollten u.a. die Standardprogramme beherrscht werden, im Internet navigiert werden können, E-Mails versendet und verwaltet und CD-ROMs benutzt werden können.

    Unabhängig von Technik und Medienkompetenz stellt eLearning hohe Anforderungen an das selbstorganisierte Lernen. Kontinuierliches, diszipliniertes sowie aktives Lernen und Recherchieren evtl. notwendiger Zusatzinformationen beschreiben eine neue Lernkultur, die trainiert werden muss. Eine hohe Lernmotivation und die Bereitschaft, auch ohne ständige Betreuung zu lernen, sind Voraussetzungen für den Lernerfolg.

  • Welche Abschlüsse gibt es beim eLearning?
    Soweit eLearning-Maßnahmen über Bildungseinrichtungen organisiert, begleitet und abgewickelt werden, unterscheiden sich die Abschlüsse nicht von den herkömmlichen beruflichen Bildungsabschlüssen wie Teilnahmebescheinigung, Zertifikat, interne oder externe Prüfung.

  • Wann ist eLearning als Lernform geeignet?
    eLearning ist vor allem geeignet für Menschen oder Unternehmen, die herkömmliche Weiterbildungsangebote aus Zeit- und Kostengründen nicht wahrnehmen können und über die entsprechenden Voraussetzungen verfügen.

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Berufliche Weiterbildung

  • Wo erhalte ich Informationen zu beruflichen Weiterbildungsmöglichkeiten?
    Auch nach der Ausbildung ist ein ständiges Weiterlernen erforderlich. Informationen sind über den Arbeitgeber, Verbände wie beispielsweise den Handelsverband Deutschland HDE), die IHK, Bildungseinrichtungen und Weiterbildungsdatenbanken wie KURS, die Datenbank für Aus- und Weiterbildung des Arbeitsamtes, abzurufen. Beratung zu allen Fragen der beruflichen Weiterbildung bietet auch die Agentur für Arbeit.

  • Welche Formen der beruflichen Weiterbildung gibt es?
    Grundsätzlich wird zwischen Anpassungs– und Aufstiegsweiterbildung unterschieden:
    • Die Anpassungsweiterbildung dient der ständigen Aktualisierung und Anpassung des vorhandenen Wissens und Könnens bei Mitarbeitern und Führungskräften. In der Regel handelt es sich dabei um zeitlich überschaubare Maßnahmen.
    • Die Aufstiegsweiterbildung beinhaltet umfassende staatlich anerkannte Qualifizierungsmaßnahmen, die den potenziellen Führungsnachwuchs dazu befähigen sollen, entsprechend verantwortungsvolle Positionen im Unternehmen zu übernehmen. Aufstiegsweiterbildungen werden mit einer externen Prüfung abgeschlossen.

  • Gibt es Fördermöglichkeiten?
    Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) verfolgt die Ziele, die berufliche Aufstiegsfortbildung finanziell zu unterstützen und Existenzgründungen zu erleichtern. Das Gesetz ist ein umfassendes Förderinstrument für die berufliche Fortbildung – grundsätzlich in allen Berufsbereichen und zwar unabhängig davon, in welcher Form sie durchgeführt wird. Sei es Vollzeit, Teilzeit, schulisch, außerschulisch, mediengestützt oder als Fernunterricht.

  • Welche Abschlüsse gibt es in der beruflichen Weiterbildung?
    Im Bereich der Anpassungsweiterbildung reichen die Abschlüsse von der Teilnahmebescheinigung bis zur internen Prüfung. Anerkannte Aufstiegsweiterbildungen werden mit einer externen Prüfung abgeschlossen.

  • Wo kann man sich beraten lassen?
    Die Bildungszentren und Fachschulen des Einzelhandels bieten umfassende Weiterbildungsberatung unter Berücksichtigung der individuellen Voraussetzungen und Zielsetzungen an.

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Ausbildung

  • Was ist ein anerkannter Ausbildungsberuf?
    Ein Ausbildungsberuf ist staatlich anerkannt, wenn für ihn eine Ausbildungsverordnung erlassen wurde, die eine geordnete und einheitliche betriebliche Berufsausbildung im gesamten Bundesgebiet gewährleistet. Gesetzliche Grundlagen für die Berufsausbildung sind das Berufsbildungsgesetz (BBiG) und die Handwerksordnung (HwO).

  • Wo lernt man anerkannte Ausbildungsberufe?
    Anerkannte Ausbildungsberufe kann man in einem Betrieb oder in einer Verwaltung, manche auch in einer Berufsfachschule oder einer anderen berufsbildenden Einrichtung erlernen. Die praktischen und theoretischen Kenntnisse und Fertigkeiten werden sowohl im Betrieb bzw. in der Verwaltung als auch in der Berufsschule vermittelt (also an zwei Orten), man spricht deshalb auch vom „dualen System“ der Berufsausbildung.

  • Wie findet man eine Lehrstelle?
    Die heutige Lehrstellensituation sieht nicht gerade rosig aus. Trotz vielfältiger Initiativen stehen nicht genügend Lehrstellen zur Verfügung. Trotzdem bleiben jedes Jahr eine Reihe von Lehrstellen unbesetzt. Informationen zu freien Lehrstellen können bei den Berufsinformationszentren (BIZ) der Bundesagentur für Arbeit, den IHK’s und bei den Unternehmen direkt (im Internet oder direkt vor Ort) abgerufen werden.

  • Wie lange dauert die Ausbildung?
    Die Ausbildungsdauer in den anerkannten Ausbildungsberufen ist nicht einheitlich. Sie dauert meist 2 bis 3 ½ Jahre und wird in der jeweiligen Ausbildungsordnung festgelegt. Die Ausbildung kann unter bestimmten Voraussetzungen, zum Beispiel bei bestimmten Schulabschlüssen oder entsprechenden Leistungen während der Ausbildung, verkürzt werden. Eine längere Dauer als in der Ausbildungsordnung vorgeschrieben, darf nicht vereinbart werden. Es ist aber möglich, in Ausnahmefällen einen Verlängerungsantrag zu stellen.

  • Wie lang darf die Probezeit sein?
    Die Probezeit muss mindestens einen Monat und darf höchstens drei Monate betragen. Während der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

  • Wie hoch darf die tägliche Ausbildungszeit sein?
    Die regelmäßige tägliche Ausbildungszeit hat ihre obere Grenze im Arbeitszeitgesetz bzw. in tariflichen Regelungen. Für Jugendliche ist das Jugendarbeitsschutzgesetz zu berücksichtigen.

  • Wie viel Urlaubstage hat man während der Ausbildung?
    Der Mindesturlaub ergibt sich aus dem Jugendarbeitsschutzgesetz, dem betreffenden Tarifvertrag oder dem Bundesurlaubsgesetz. Der Urlaubsanspruch ist für jedes Kalenderjahr (nicht Ausbildungsjahr) ggf. auch anteilig zu berechnen.

  • Was muss vor Beginn einer Ausbildung alles geregelt werden?
    Auszubildende müssen - wie alle anderen Arbeitnehmer auch - Lohnsteuern zahlen. Damit der Arbeitgeber die Lohnsteuer an das Finanzamt abführen kann, muss der Auszubildende eine Lohnsteuerkarte beantragen und beim Arbeitgeber abgeben. Die Lohnsteuerkarten bekommt man bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung.

    Neben der Lohnsteuer werden nun auch Beiträge zur Renten- und Sozialversicherung fällig. Daher benötig der Arbeitgeber auch den Sozialversicherungsausweis und die Rentenversicherungsnummer. Beides kann die Krankenkasse beantragen.

    Mit Ausbildungsbeginn muss man sich selbst krankenversichern. Die Versicherung läuft nicht mehr automatisch über die Eltern. Beiträge und Leistungen sind von Krankenkasse zu Krankenkasse verschieden. Ein Vergleich lohnt sich.

  • Ist eine Förderung der Ausbildung möglich?
    Zur Förderung der beruflichen Ausbildung und zur Integration in den Arbeitsmarkt können die verschiedensten Geldleistungen gewährt werden. Ausführliche Informationen können über die Bundesagentur für Arbeit abgerufen werden.

  • Was passiert, wenn die Ausbildung abgebrochen wird?
    Die Gründe für vorzeitige Lösung des Ausbildungsvertrages sind unterschiedlich gelagert. An erster Stelle stehen soziale Konflikte und Differenzen im Ausbildungsbetrieb (mit Ausbildern, Kollegen) oder familiäre Probleme, gefolgt von falschen Vorstellungen über den Wunschberuf und Überforderung vor allem durch die theoretischen Anteile der Ausbildung. Auch gesundheitliche Gründe sind nicht unerheblich.

    Bei einer drohenden Vertragslösung stehen die Berufsberatung des Arbeitsamtes und die Ausbildungsberatung der Kammern zur Verfügung. Zunächst sollte jedoch stets die offene Aussprache mit dem Ausbilder oder der Ausbilderin im Betrieb oder zum Berufsschullehrer gesucht werden. Grundsätzlich ist es wichtig, frühzeitig Kontakt zur Berufsberatung aufzunehmen, um die Fortsetzung der Ausbildung zu gewährleisten, je nach Problematik zum Beispiel durch:
    • die Klärung der gesundheitlichen Voraussetzungen und der beruflichen Eignung;
    • die Korrektur der Berufswahl oder der Betriebswahl. Dabei ist auch zu klären, ob und inwieweit die bisherige Ausbildungszeit angerechnet werden kann;
    • ausbildungsbegleitende Hilfen (zusätzlicher Stützunterricht und sozialpädagogische Betreuung), die besonders wichtig sind für junge Menschen, bei denen ein endgültiger Ausbildungsverzicht droht;
    • eine Verlängerung der Ausbildungszeit.
  • Wie oft kann die Abschlussprüfung wiederholt werden ?
    Die Abschlussprüfung kann nur zwei Mal wiederholt werden. Wenn der Auszubildende nur in einem Teil der Abschlussprüfung durchgefallen bist, reicht es, wenn er nur diesen Teil wiederholt.
    Falls ein Auszubildender durch die Abschlussprüfung gefallen bist, kann er das Ausbildungsverhältnis bis zum nächsten Prüfungstermin verlängern. Es ist aber auch möglich, das Ausbildungsverhältnis zum vertraglich vereinbarten Zeitpunkt zu beenden und als externer Prüfling an der externen Abschlussprüfung teilzunehmen.

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