Musikfachhändler/Musikfachhändlerin

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Berufsbild

Der Musikfachhändler/ die Musikfachhändlerin verkauft und vermarktet die musikspezifischen Sortimente Musikinstrumente, Musikalien und Tonträger, die musische Veranlagungen, insbesondere eine Affinität zur Musik voraussetzen. Musikfachhändler informieren und beraten Kunden, vorwiegend Musiker und Musikinteressierte, über fachbezogene Waren und Dienstleistungen, nutzen bei ihrer Tätigkeit Kenntnisse über Musik- und Notenlehre, Musikgeschichte, Musikliteratur, Kunst- und Kulturgeschichte sowie über die Herstellung und Verwendung von Instrumenten und Tonträgern. Musikfachhändler berücksichtigen Urheber-, Leistungsschutz- und Verwertungsrechte und kooperieren mit Konzertveranstaltern, Bühnen, Medienanstalten und der Tonträgerindustrie. Sie erledigen kaufmännische Aufgaben und wirken bei der Sortimentsgestaltung sowie bei Werbemaßnahmen mit.

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Inhalte der betrieblichen Ausbildung laut Ausbildungsrahmenplan

Der Beruf des Musikfachhändlers/ der Musikfachhändlerin ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. 

Im Rahmen der betrieblichen Ausbildung werden folgende Lehrinhalte vermittelt:

Ab s c h n i t t A

Pflichtqualifikationen:
1. Beratung, Verkauf und Service:
1.1 Produkte und Dienstleistungen im Musikfachhandel,
1.2 Kunden- und dienstleistungsorientiertes Verhalten,
1.3 Kommunikation mit Kunden,
1.4 Kundenberatung, Musikgeschichte,
1.5 Kassieren und Kassenabrechnung,
1.6 Serviceleistungen,
1.7 Beschwerde, Reklamation und Umtausch,
1.8 Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben;
2. Marketing und Vertrieb:
2.1 Werbemaßnahmen,
2.2 Warenpräsentation,
2.3 Verkaufsförderung,
2.4 Vertriebswege,
2.5 Urheber-, Leistungsschutz- und Verwertungsrecht,
2.6 Märkte und Zielgruppen;
3. Einkauf und Warenwirtschaft:
3.1 Einkaufsplanung und Bestellung,
3.2 Wareneingang und Warenlagerung,
3.3 Bestandskontrolle,
3.4 Warenwirtschaftssystem;
4. Kaufmännische Steuerung und Kontrolle:
4.1 Preisbildung und Kalkulation,
4.2 Zahlungsverkehr und rechnerische Abwicklung,
4.3 Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling,
4.4 Unternehmerische Entscheidungsprozesse

Abschnitt B

Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse
und Fähigkeiten in einer der Wahlqualifikationseinheiten:

1. Musikinstrumente:
1.1 Instrumentengruppen,
1.2 Beschaffung,
1.3 Verkauf und Service,
1.4 Aufnahme- und Veranstaltungstechnik;
2. Musikalien:
2.1 Literatur,
2.2 Beschaffung,
2.3 Verkauf und Service,
2.4 Rechtliche Bestimmungen im Musikalienhandel;
3. Tonträger:
3.1 Tonträgerarten und Repertoire,
3.2 Beschaffung,
3.3 Verkauf und Service,
3.4 Digitale Distribution

Abschnitt C

Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:

1. Der Ausbildungsbetrieb:
1.1 Stellung und Struktur,
1.2 Betriebliche Organisation,
1.3 Berufsbildung,
1.4 Personalwirtschaft, arbeits- und sozialrechtliche Vorschriften,
1.5 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
1.6 Umweltschutz;
2. Arbeitsorganisation, Informations- und Kommunikationssysteme:
2.1 Arbeitsorganisation,
2.2 Informations- und Kommunikationssysteme,
2.3 Interne Kommunikation und Kooperation

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Einsatzmöglichkeiten

Musikfachhändler können eingesetzt werden im Großhandel, in Musikfachgeschäften, in Musikabteilungen großer Warenhäuser, in Musikantiquariaten , im Versandhandel oder in Musikverlagen bzw. auch in der Musikindustrie.

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Voraussetzungen

In der Regel wird mindestens der qualifizierte Hauptschulabschluss verlangt, üblich ist die mittlere Reife oder die Hochschulreife. Abgesehen von den formellen Voraussetzungen ist natürlich auch die persönliche Eignung eines Bewerbers für ein Unternehmen von Bedeutung.

Wichtige Eigenschaften und Fähigkeiten aus betrieblicher Sicht sind:

  • Musikalität
  • eigene musikalische Aktivitäten
  • Kontaktfreudigkeit und Einfühlungsvermögen
  • Interesse am Umgang mit Menschen
  • Interesse an Bedienung und Beratung
  • gute Umgangsformen und gepflegtes Äußeres
  • gutes Personen- und Zahlengedächtnis

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Ausbildungsdauer

Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre.

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Vergütung

Die Ausbildungsvergütung ist von regionalen, branchen- und unternehmensspezifischen Kriterien abhängig. Allerdings gibt es Mindestvergütungen, die zwischen Arbeitgeberverbänden und Arbeitnehmervertretungen verhandelt werden und in den aktuellen Tarifverträgen festgelegt sind.

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Berufliche Aufstiegschancen

Nach Abschluss der Berufsausbildung und einschlägiger Berufserfahrung gibt es vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten, wie z. B. die Fortbildung zum Handelsfachwirt.

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Weiterführende Links

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© Zentralstelle für Berufsbildung im Handel e.V. (zbb)